Videos und Clips

Unsere Gründerin im Gespräch

Unsere Systemische Schatzkiste: Gespräche mit der Gründerin Dr. Ulrike Jänicke

Willkommen bei den Wurzeln. Hier teilen wir etwas ganz Besonderes: persönliche Gespräche mit unserer Gründerin.

Über 30 Jahre systemische Arbeit prägen  diesen kurzen Videos. Es geht um das, was wirklich zählt: Haltung, Herz und Handwerk. Wir zeigen Ihnen, wie alles begann, wie wir denken und wie Sie davon profitieren.

Tauchen Sie ein in die ABIS-Familie. Lassen Sie sich inspirieren.

Video 1: Die Geschichte des ABIS

Titel des Videos: Die Geschichte des ABIS

Unsere Gründerin nimmt Sie mit auf eine kleine Reise. Zurück an den Anfang. Mehr als 30 Jahre systemische Arbeit stecken im ABIS. Aber wie gründet man in der Wendezeit ein systemisches Institut? Es geht um Mut und um eine klare Vision. Es ist die Geschichte, die uns heute noch trägt. Die Faszination für systemisches Arbeiten

Tipp: Das ist unser Fundament. Sehen Sie, warum uns die systemische Idee so wichtig ist.

Alle Folgen der Reihe 'Systemische Pioniere' auf YouTube ansehen.

Video 2: Warum gibt es keine Blumensträuße in der systemischen Beratung?

Titel des Videos: Warum gibt es keine Blumensträuße mehr in der systemischen Beratung?

Unsere Gründerin nimmt Sie mit zu einer kleinen Erkenntnis aus über 30 Jahren systemischer Arbeit. Es geht um die Veranwortung für das Gelingen in der systemischen Beratung. Warum im systemischen Arbeiten keine Abschiedsgeschenke überreicht werden – und was das über Selbstwirksamkeit und die Rolle der beratenden Person  aussagt – davon erzählt dieses Video auf eindrückliche Weise.

Es ist ein Einblick in das, was systemisches Arbeiten im Kern ausmacht: Klarheit, Wertschätzung und Vertrauen in die eigenen Ressourcen.

Tipp:
Wie steht es bei Ihnen? Bekommen Sie (noch) Abschiedsgeschenke?

Video 3: Verstehen statt Lösen. Die Lust am systemischen Explorieren von Problemen.

Titel des Videos: Verstehen! Oder die Lust am Explorieren des Problems in der systemischen Beratung

Unsere Gründerin nimmt Sie mit in einen zentralen Moment systemischer Arbeit: das Verstehen. Es geht um das gemeinsame, neugierige Erkunden dessen, was ein Problem im jeweiligen System bedeutet. Es geht um die Lust an der Problemexploration und darum, wie sich durch präzise Fragen Perspektiven verschieben, Zusammenhänge sichtbar werden und Klient:innen ihr Anliegen plötzlich anders begreifen.

Wenn Menschen ihr Problem neu verstehen, entsteht oft etwas Entscheidendes: Handlungsfähigkeit. Nicht, weil die beratende Person Lösungen liefert, sondern weil Klient:innen aus einem veränderten Verständnis heraus eigene Lösungsideen entwickeln – stimmig, realistisch und passend zu ihrem Kontext.

Tipp:

Woran merken Sie in Ihrer Arbeit, dass „Verstehen“ gerade passiert – und welche Frage hat bei Ihnen schon einmal einen echten Perspektivwechsel ausgelöst?

Video 4: Sitzposition und Beratungserfolg

Titel des Videos: Sitzposition und Beratungserfolg – Warum der Raum mitspricht

Unsere Gründerin spricht über etwas, das viele unterschätzen: die Gestaltung des Raums. Systemisches Denken findet nicht nur in Gesprächen statt, sondern auch in Beziehungen. Und Beziehungen werden räumlich sichtbar.

Wie sitzen wir zueinander? Frontal gegenüber oder über Eck? Mit Tisch oder ohne? In welchem Winkel, mit welchem Abstand? All das macht etwas mit dem Raum. Und Klienten reagieren darauf, oft ohne es zu merken.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 25-jähriger Mann sitzt in einer Familiensitzung zwischen seinen Eltern. Psychisch geht es ihm nicht gut. Irgendwann wird er gebeten, seinen Stuhl woanders hinzustellen. Er überlegt, traut sich, rückt ihn ein Stück weg. Dieser kleine räumliche Schritt hat eine unglaubliche Wirkung. Für ihn, für die Eltern, für die Therapeutin.

Ob jemand zwischen den Eltern sitzt oder neben ihnen. Ob mit Abstand oder ganz nah. Das sind Feinheiten, wie sie auch in der Sprache existieren. Und sie haben Kraft.

Tipp:
Achten Sie mal bewusst darauf, wie Sie und Ihre Klienten im Raum sitzen. Was verändert sich, wenn Sie den Winkel verändern? Oder den Abstand? Manchmal liegt in einer kleinen räumlichen Verschiebung schon eine große Intervention.

Video 5: Tipps in der systemischen Beratung?

Titel des Videos: Impulse setzen ohne zu bevormunden – Die Kunst der indirekten Intervention

Unsere Gründerin spricht über einen oft unterschätzten Aspekt systemischer Arbeit: Wie bringe ich als Beraterin meine Ideen ein, ohne direktiv zu werden? Und wie ehrlich darf ich dabei sein? Denn auch nach Jahrzehnten Praxis gelingt nicht jede Intervention – und das ist okay.

Die gute Nachricht: Im systemischen Arbeiten haben wir mehrere Möglichkeiten. Wir können unsere Impulse in gute Fragen kleiden. Wir können sie im reflektierenden Team platzieren. Oder wir erzählen eine indirekte Geschichte: "Da fällt mir ein Klient ein, der ein ähnliches Problem hatte... Am besten, Sie tun so, als hätten Sie das nicht gehört."

Der feine Unterschied liegt in der Haltung. Eine Empfehlung fordert auf und kann Widerstand erzeugen. Ein Impuls wird gehört, bleibt im Raum und lässt Menschen die Freiheit, ihn aufzugreifen. Oder auch nicht. Genau in dieser Wahlmöglichkeit liegt die Kraft.

Tipp:
Wann haben Sie zuletzt eine Idee als Geschichte verpackt, statt sie als Empfehlung auszusprechen? Was hat das mit der Gesprächsdynamik gemacht?

Video 6: Das reflektierende Team

Titel des Videos: Das reflektierende Team – Das größte Werkzeug der systemischen Arbeit

Unsere Gründerin spricht über ihre größte Leidenschaft in der systemischen Arbeit: das reflektierende Team. Es ist die Methode, die sie 1989 kennenlernte und die sie bis heute als das kraftvollste Instrument systemischer Beratung bezeichnet.

Was macht das reflektierende Team so besonders? Es gibt Klient:innen die Möglichkeit, sich selbst neu zu hören. Wir spiegeln wider, was erzählt wurde, öffnen neue Perspektiven und bringen Dinge zur Sprache, die vielleicht übersehen wurden. Wir können sogar über Menschen sprechen, mit denen jemand im Konflikt steht – und dabei die gute Absicht sichtbar machen.

Das Besondere: Während des reflektierenden Teams läuft bei Klient:innen oft ein eigener Film ab. Und genau in diesem inneren Prozess, ausgelöst durch die Reflexionen, entstehen Lösungen. Manchmal so deutlich, dass Klient:innen am liebsten sagen würden: „Ich hab's!"

Tipp:
Achten Sie in Ihrer nächsten Sitzung darauf, was während des reflektierenden Teams mit Ihren Klient:innen passiert. Manchmal liegt die größte Veränderung nicht in dem, was gesagt wird, sondern in dem, was währenddessen in den Köpfen der Menschen geschieht.

Video 7: Systemische Hypothesen

Titel des Videos: Systemische Hypothesen – Warum sie mich in den Prozessen leiten

Unsere Gründerin spricht über ein Werkzeug, das ihre Arbeitsweise grundlegend verändert hat: systemische Hypothesen. Sie ermöglichen es, Verhaltensweisen in ein völlig neues Licht zu stellen – nicht nur die des Klienten, sondern die des gesamten Systems drumherum.

Was macht systemische Hypothesen so wertvoll? Sie verändern den Blick. Wenn wir verstehen, welche Funktion ein Verhalten hat oder welche gute Absicht dahinterstecken könnte, öffnet sich etwas. Plötzlich können wir andere Fragen stellen. Zum Beispiel, nachdem uns jemand ausführlich von seinem schwierigen Chef erzählt hat: „Was macht er denn gut?"

Aber diese Frage kann nur gestellt werden, wenn wir selbst daran glauben – dass auch der Chef in Zwängen steckt oder das Gute will. Und genau diese Haltung verändert den Prozess.

Das Besondere: In Abschlussgesprächen kommt oft genau dieser Moment zur Sprache. Klient:innen sagen dann: „Als Sie sagten, dass mein Chef auch was gut macht – das hat mich berührt. Ich habe damit gehadert, aber es ließ mich nicht los. Das war der Schlüssel."

Tipp: Welche schwierige Person in Ihrem Umfeld könnten Sie heute mit einer neuen Hypothese betrachten? Was wäre, wenn auch sie in Zwängen steckt oder eigentlich das Gute will?

Video 8: Systemische Haltung - Veränderungsneutralität - Was ist das?

Titel des Videos: Veränderungsneutralität – was ist das eigentlich?

Beschreibung:

Veränderung ist gut oder? Nicht immer. Dr. Ulrike Jänicke spricht in diesem Video über eines der spannendsten Paradoxe systemischer Arbeit: Je mehr wir auf Veränderung drängen, desto mehr Widerstand entsteht.

„Wenn ich auf das Gaspedal trete, treten die auf die Bremse" – dieses einfache Bild beschreibt, was viele Berater:innen und Therapeut:innen kennen. Und was dann hilft? Einen Schritt zurückgehen. Die Veränderung loslassen. Manchmal sogar sagen: „Bitte verändern Sie sich nicht."

Unsere Gründerin erzählt, wie sie gelernt hat, dass manchmal die Nicht-Veränderung mehr Kraft hat als jeder gut gemeinte Impuls. Und wie das Eingestehen der eigenen Grenzen – „Ich habe keine Idee mehr" – Menschen in ihre Selbstwirksamkeit bringen kann.

Ein Video über Augenhöhe, Geduld und das Vertrauen in das Tempo der Klient:innen.

Tipp: Wo treten Sie selbst aufs Gaspedal? Und wer bremst dann?