FAQ Ausbildung Systemische Beratung

Alle Fragen für Sie beantwortet

FAQ Ausbildung Systemische Beratung

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Ihre Fragen & Antworten zur SG-zertifizierten Weiterbildung Systemische Beratung in Leipzig

 

Sie interessieren sich für eine Ausbildung zum/zur Systemischen Berater:inin Leipzig? 

Als zertifiziertes Institut in Leipzig sind wir der zentrale Ansprechpartner für psychosoziale Fachkräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Auf dieser Seite beantworten wir die häufigsten Fragen zu den Rahmenbedingungen (insbesondere zu Kosten und länderübergreifenden Fördermöglichkeiten nach SG-Standard). Alle detaillierten Informationen zu den Modulinhalten, den Dozent:innenprofilen und dem Anmeldeprozess finden Sie jederzeit auf unserer Hauptseite zur Weiterbildung Systemische Beratung.

Alle detaillierten Informationen zu den einzelnen Seminarinhalten, den Dozent:innenprofilen und dem Anmeldeprozess finden Sie jederzeit auf unserer Hauptseite zur Weiterbildung.

Block 1: Zulassung, Zertifizierung & Rahmenbedingungen

1. Welche Voraussetzungen brauche ich für die Weiterbildung Systemische Beratung — und was, wenn ich die formalen Kriterien nicht ganz erfülle?

Für die Zulassung zur Weiterbildung Systemische Beratung am ABIS Leipzig gelten folgende Voraussetzungen nach den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft (SG):

Hochschulabschluss: Ein abgeschlossenes Studium (mind. Bachelor) in einem psychosozialen oder pädagogischen Bereich — Soziale Arbeit, Psychologie, Pädagogik, Medizin, Theologie oder vergleichbar. Zusätzlich: mindestens zwei Jahre psychosoziale Berufspraxis.

Berufsabschluss: Ein staatlich anerkannter Berufsabschluss (mind. 3 Jahre) in einem psychosozialen oder beraterischen Feld. Zusätzlich: mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis.

In beiden Fällen wird außerdem vorausgesetzt, dass Sie in einem Arbeitsfeld tätig sind, in dem systemische Methoden angewendet werden können.

Was, wenn die Kriterien nicht vollständig erfüllt sind? In begründeten Einzelfällen ist eine Zulassung „sur dossier" möglich — das bedeutet: die Institutsleitung prüft Ihre individuelle Situation. Sprechen Sie uns direkt an, bevor Sie von einer Bewerbung absehen.


Wie genau wird das SG-Zertifikat „Systemische Beratung" erworben — was muss ich wann nachweisen?

Das SG-Zertifikat wird nicht automatisch mit dem Kursabschluss verliehen, sondern muss aktiv bei der Systemischen Gesellschaft beantragt werden. Hier ist der genaue Weg:

Schritt 1 — Ausbildung abschließen: Alle 19 Seminare am ABIS absolvieren, einschließlich der zwei Selbstreflexionsseminare und der fünf Praxisseminare.

Schritt 2 — Praxisnachweis erbringen: Mindestens 100 Stunden eigene Beratungspraxis dokumentieren und zwei schriftliche Falldarstellungen einreichen.

Schritt 3 — Kolloquium: Teilnahme am abschließenden Zertifizierungskolloquium am ABIS.

Schritt 4 — SG-Mitgliedschaft beantragen: Sie werden Mitglied der Systemischen Gesellschaft (Antrag online, ca. 3 Wochen Bearbeitung).

Schritt 5 — Zertifikat beantragen: Online-Antrag bei der SG mit Upload aller Dokumente. Antragstermine: 31. März und 30. September. Bearbeitungszeit ca. 2 Monate.

Wichtig: Am ABIS können Sie die Zertifizierungsbedingungen bis zu zwei Jahre nach dem offiziellen Kursende noch erfüllen — Sie verlieren Ihren Anspruch also nicht, wenn die eigene Beratungspraxis etwas länger braucht.
 

Ist das SG-Zertifikat gleichwertig mit einem DGSF-Zertifikat — wird es von Arbeitgebern anerkannt?

Ja — beide Zertifikate sind gleichwertig und bundesweit anerkannt. SG und DGSF sind die beiden führenden Fachverbände für systemische Weiterbildung in Deutschland. Für Arbeitgeber, Jugendämter, Beratungsstellen und Kliniken macht es keinen Unterschied, welches der beiden Zertifikate Sie vorweisen.

Das ABIS ist SG-Mitglied, weil wir den wissenschaftlich fundierten Ansatz der SG teilen. Mit dem SG-Zertifikat können Sie außerdem Aufbaukurse an allen SG-Instituten in Deutschland belegen — und SG-Zertifikate werden in der Regel auch für DGSF-Aufbaukurse anerkannt.

Block 2: Kosten, Dauer und Organisation

4. Was kostet die Ausbildung Systemische Beratung wirklich — gibt es versteckte Gebühren?

Die Kursgebühr beträgt regulär 6.900 Euro — und das ist eine All-inclusive-Gebühr. Enthalten sind alle 19 Seminare, sämtliche Seminarunterlagen, Zugang zum ABIS Campus, Supervision in den fünf Praxisseminaren sowie die Abschlussprüfung. Es gibt keine zusätzlichen Kosten für Zertifikate oder Materialien.

Frühbucherpreis: Bei frühzeitiger Anmeldung zahlen Sie 6.500 Euro — Sie sparen 400 Euro.

Einzige Zusatzkosten: Übernachtung und Verpflegung für die zwei dreitägigen Selbstreflexionsseminare in externen Seminarhäusern — erfahrungsgemäß ca. 450–500 Euro gesamt.

Zahlung: Die Kursgebühr kann in 24 monatlichen Raten beglichen werden (ca. 287 Euro/Monat). Sprechen Sie uns auf individuelle Zahlungsvereinbarungen an.

 

Welche Förderungen gibt es für die Ausbildung Systemische Beratung — und wie viel kann ich sparen?

Die Weiterbildung Systemische Beratung ist in mehreren Bundesländern förderfähig. In manchen Fällen können bis zu 90 % der Kursgebühr übernommen werden.

Sachsen — Weiterbildungsscheck (SAB): Bis zu 75 % der Kursgebühr für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte mit Wohn- oder Arbeitsort in Sachsen. Antrag über die Sächsische Aufbaubank (SAB) vor Kursbeginn stellen.

Sachsen-Anhalt — Weiterbildung DIREKT (IB): Bis zu 90 % der Kosten inklusive Fahrt und Unterkunft für Beschäftigte in KMU. Besonders attraktiv für Fachkräfte im sozialen Bereich.

Thüringen — Weiterbildungsscheck: Bis zu 1.000 Euro pro Jahr plus Weiterbildungsbonus bis 1.500 Euro für Beschäftigte in sozialen Berufen.

Brandenburg: Bildungsschecks und Programme der ILB (Investitionsbank des Landes Brandenburg).

Bundesweit — Bildungsprämie: 50 % der Kosten, maximal 500 Euro. Für alle Bundesbürger*innen mit einem Jahreseinkommen unter 40.000 Euro.

Steuerliche Absetzbarkeit: Als berufliche Fortbildungskosten können Sie die Kursgebühr als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen.

Arbeitgeberförderung: Viele Träger und soziale Einrichtungen unterstützen Weiterbildungen ihrer Mitarbeitenden aktiv — fragen Sie frühzeitig nach einer Qualifizierungsvereinbarung.

Schauen Sie auch gerne auf unsere Seite zu den Fördermöglichkeiten. Wir beraten Sie gerne persönlich.

 

Wie sind die zwei Jahre und 550 Stunden konkret aufgeteilt — was passiert zwischen den Seminaren?

Die 550 Ausbildungsstunden verteilen sich auf vier Bereiche:

350 Stunden Seminare und Selbstreflexion — das ist die Präsenzzeit am ABIS: 14 inhaltliche Seminare, 5 Praxisseminare und 2 Selbstreflexionsseminare.

100 Stunden eigene Beratungspraxis — Sie führen zwischen den Seminaren eigenständig Beratungen durch und dokumentieren diese. Diese Stunden zählen direkt zur SG-Zertifizierung.

70 Stunden Intervision — selbstorganisierte Studiengruppen mit Kursteilnehmenden aus Ihrer Region. Kollegialer Austausch, Fallreflexion, Methodenübung.

30 Stunden Literaturstudium — begleitende Lektüre systemischer Fachliteratur.

Was das in der Praxis bedeutet: Die 19 Seminare sind über zwei Jahre auf ca. monatliche Abstände verteilt. Zwischen den Seminaren haben Sie 4–6 Wochen Zeit — genug, um das Gelernte anzuwenden, bevor das nächste Seminar beginnt. Sie bauen also keine Theorieberg auf, sondern integrieren kontinuierlich.

Block 3: Karriere und Praxisnutzen

7. Wie hoch ist der Praxisanteil und wann arbeite ich mit echten Fällen?

Der Praxisanteil ist von Anfang an integriert.

Ab Seminar 1 üben Sie systemische Gesprächsführung in Gesprächssimulationen, Skilltrainings und als Rollenspiele mit Feedback. Ab dem ersten Praxisseminar bringen Sie eigene Beratungsfälle mit.

Die fünf Praxisseminare sind über die gesamten zwei Jahre verteilt: Praxisseminar 1 nach ca. einem Viertel der Ausbildung, die weiteren in regelmäßigen Abständen bis zum Abschluss. So wächst Ihre Sicherheit schrittweise und Sie haben immer wieder strukturierte Reflexion Ihrer echten Arbeit.

Zwischen den Seminaren führen Sie eigenständig Beratungen durch — mindestens 100 Stunden über die gesamte Ausbildungszeit. Diese Praxis ist kein Zusatz, sondern Pflichtbestandteil für die SG-Zertifizierung.

In den Studiengruppen (Intervision) reflektieren Sie Ihre Fälle kollegial mit anderen Kursteilnehmenden — ohne Lehrtrainer, auf Augenhöhe. Viele Absolvent*innen nennen die Intervision als einen der nachhaltigsten Lernorte der gesamten Ausbildung.

StundenumfangPraxisbestandteilRolle und Ziel für die Teilnehmer:innen
100 StundenEigene BeratungspraxisSelbstständige Anwendung der systemischen Methoden im eigenen Arbeitsfeld.
70 StundenStudiengruppenarbeit (Intervision)Kollegiale Beratung und Vertiefung in festen Gruppen (Peer-Groups).
350 StundenSeminare und SelbstreflexionHier sind praktische Übungen, Rollenspiele und Feedback zu den Methoden integriert.
30 StundenLiteraturstudiumVertiefung der theoretischen Grundlagen.

 

8. Wie nutze ich die Beratungsausbildung, um mich als systemische:r Berater:in selbstständig zu machen?

Das SG-Zertifikat ist die anerkannte Grundlage für die freiberufliche Tätigkeit als systemische:r Berater:in — in eigener Praxis, als Honorarkraft in Beratungsstellen oder als externer Anbieter für soziale Träger.

Was die Ausbildung konkret vorbereitet: Sie bauen während der Ausbildung bereits Ihre ersten Beratungsfälle auf — 100 Stunden Praxis sind Pflicht. Viele Absolventinnen gewinnen ihre ersten Klientinnen noch während der Ausbildung, weil sie das Gelernte sofort anwenden.

Was das SG-Zertifikat für die Selbstständigkeit bedeutet: Es ist ein bundesweit anerkanntes Qualitätsmerkmal, das Klientinnen, Kooperationspartnerinnen und Jugendämtern signalisiert: Diese Person ist qualifiziert. Für Beratungsstellen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist das SG-Zertifikat oft formale Voraussetzung für Honorarverträge.

Spezialisierungsmöglichkeiten nach der Beratungsausbildung: Paarberatung und Familienberatung, Kinder- und Jugendlichenberatung, Erziehungsberatung, berufliche Beratung und Coaching, systemische Arbeit mit Gruppen. Mit jedem Aufbaukurs — Therapie, Supervision, Coaching — erweitern Sie Ihr Angebot und damit Ihre Zielgruppe.

Leipzig und Mitteldeutschland bieten dabei besonders gute Voraussetzungen: Die Nachfrage nach qualifizierten systemischen Berater*innen in Beratungsstellen, Jugendämtern und sozialen Trägern übersteigt in vielen Regionen das Angebot.

 

9. Wie werde ich systemische:r Berater:in? Der Weg von null bis zum SG-Zertifikat Schritt für Schritt

Der Weg zum SG-Zertifikat „Systemische Beratung" folgt einem klar strukturierten Pfad — von der Entscheidung bis zur Zertifizierung dauert er in der Regel zweieinhalb bis drei Jahre.

Schritt 1 — Voraussetzungen prüfen: Hochschulabschluss oder qualifizierte Berufsausbildung in einem psychosozialen Bereich plus ein Tätigkeitsfeld, was den Einsatz systemischer Beratungsmethoden ermöglicht. Bei Unsicherheit: Infoabend besuchen oder direkt anfragen — wir prüfen Ihre Situation individuell.

Schritt 2 — Infoabend besuchen: Kostenlos, unverbindlich, online oder in Leipzig. Sie lernen das ABIS, die Lehrtrainer*innen und andere Interessierte kennen. Die meisten Anmeldungen entstehen direkt nach dem Infoabend.

Schritt 3 — Anmelden und Platz sichern: Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Mit der frühzeitigen Anmeldung gilt der Frühbucherpreis von 6.500 Euro.

Schritt 4 — Zwei Jahre Ausbildung: 19 Seminare, berufsbegleitend, im Schnitt zwei Werktage pro Monat. Sie lernen, üben und reflektieren — parallel zu Ihrer Berufstätigkeit.

Schritt 5 — Praxis dokumentieren: Während der Ausbildung führen Sie mindestens 100 Stunden eigene Beratungen durch und dokumentieren zwei Fälle ausführlich.

Schritt 6 — Kolloquium und ABIS-Zertifikat: Im Abschlussseminar erhalten Sie das ABIS-Zertifikat „Systemische Beratung". Grundlage ist das Einreichen der 2 Abschlussarbeiten, der Auflistung der Studiengruppen und der Nachweis über das Absolvieren der 100 Beratungsstunden. 

Schritt 7 — SG-Zertifikat beantragen: Als SG-Mitglied stellen Sie den Antrag online — mit allen Nachweisen. Nach Prüfung durch die SG erhalten Sie den bundesweit anerkannten Weiterbildungsnachweis „Systemische:r Berater:in (SG)".

Gesamtdauer ab Kursbeginn: ca. 2,5 Jahre bis zum SG-Zertifikat.

 

10. Kann ich die Ausbildung Systemische Beratung auch ohne Studium oder als Quereinsteiger:in machen?

Das kommt auf Ihre konkrete Situation an und die Antwort ist häufiger Ja als Nein.

Mit Berufsausbildung statt Studium: Ein staatlich anerkannter Berufsabschluss in einem psychosozialen oder beraterischen Feld (z. B. Erzieher:in, Sozialassistent:in, Pflegefachkraft) plus mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis erfüllt die Zulassungsvoraussetzungen der SG — auch ohne Hochschulabschluss.

Mit Studium aus einem anderen Feld: Wer z. B. Jura, Wirtschaft oder Ingenieurwissenschaften studiert hat, aber seit Jahren in einem beratenden Kontext arbeitet, kann eine Zulassung „sur dossier" beantragen. Die Institutsleitung prüft den individuellen Fall.

Ohne formale Voraussetzungen: Eine Teilnahme an der Ausbildung ist auch ohne vollständige SG-Voraussetzungen möglich. Sie erhalten dann das ABIS-Zertifikat, können das SG-Zertifikat aber nicht beantragen. Für viele Quereinsteiger*innen ist das ein sinnvoller erster Schritt.

Unser Tipp: Kommen Sie zum Infoabend oder rufen Sie uns an — wir schauen gemeinsam, welcher Weg für Sie passt. Viele Menschen, die unsicher waren, ob sie die Voraussetzungen erfüllen, haben die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.

 

11. Wie kann ich die Ausbildung nutzen, um mich in Leipzig selbstständig zu machen?

Die SG-zertifizierte Weiterbildung bei ABIS in Leipzig ist die ideale und notwendige Basis, um erfolgreich als freiberufliche:r Berater:in in der Region Leipzig zu starten.

  1. Qualitätsnachweis: Das SG-Zertifikat der Systemischen Gesellschaft gilt als anerkanntes Gütesiegel. Es schafft sofort Vertrauen bei Klient:innen und Kooperationspartner:innen und ist entscheidend für Ihre Positionierung am Markt in Leipzig.
  2. Praktische Basis: Durch die 100 Stunden eigene Beratungspraxis (siehe Frage 9), die während der Ausbildung absolviert werden, bauen Sie bereits frühzeitig Erfahrung und Fallkompetenz auf.
  3. Themenspezialisierung: Sie können sich direkt auf gefragte Felder in Leipzig spezialisieren (z.B. Paarberatung, Erziehungsberatung oder psychosoziale Begleitung), in denen Systemische Berater:innen gesucht werden.

Die Ausbildung liefert Ihnen somit das methodische Fundament und die formale Anerkennung, die für die Existenzgründung und eine nachhaltige selbstständige Tätigkeit in der Systemischen Beratung erforderlich sind.

Wichtiger Hinweis für Teilnehmende aus Mitteldeutschland: 

Dank der zentralen Lage in Leipzig und der Möglichkeit zur Nutzung regionaler Förderprogramme wie SAB (Sachsen) und IB (Sachsen-Anhalt) ist diese SG-zertifizierte Weiterbildung die optimale Wahl für Fachkräfte aus Thüringen und Brandenburg. 

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ABIS Leipzig

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