Ab September 2027 bietet das ABIS eine Kompaktweiterbildung in systemischer Aufstellungsarbeit an. Drei Module, sechs Tage. Geleitet von Jan Obendiek.
Worum es geht
Aufstellungsarbeit ist eine Methode, die Systemdynamiken räumlich sichtbar macht. Repräsentant*innen übernehmen Positionen im Raum — für Personen, Themen, Organisationen, Ziele. Was dabei entsteht, lässt sich schwer beschreiben und gut erleben. Wer einmal dabeigewesen ist, versteht, warum Menschen dafür extra nach Leipzig fahren.
Die Methode geht auf Insa Sparrer und Matthias Varga von Kibéd zurück und ist wissenschaftlich fundiert: Peter Schlötter hat an der Universität Witten-Herdecke in über 2.800 Einzelversuchen nachgewiesen, dass repräsentierende Wahrnehmungen überindividuell reproduzierbar sind. Das klingt trocken. In der Praxis ist es das Gegenteil.
Eingesetzt wird Aufstellungsarbeit in Therapie, Beratung, Coaching, Supervision und Organisationsentwicklung — im Gruppen- und Einzelsetting, mit Bodenankern, Figuren oder dem Systembrett.
Was ihr lernt
Drei Module, je zwei Tage, alle in Leipzig:
Modul 1 (06.–07.09.2027) — Grundlagen, Meta-Dimensionen, das Messinstrument EXIS, erste eigene Aufstellung.
Modul 2 (07.–08.10.2027) — Geschichte der Aufstellungsarbeit, alle wichtigen Formate, Indikationen und Kontraindikationen, eigene Fälle einbringen.
Modul 3 (22.–23.11.2027) — Transfer in die eigene Praxis, Abgrenzung zu anderen Verfahren, Abschluss.
In jedem Seminar wird aufgestellt — mit echten Fällen aus eurer Praxis. Zwischen den Modulen bereitet ihr einen eigenen Fall vor.
Wer leitet
Jan Obendiek. Lehrtrainer für Systemische Therapie und Beratung (SG), approbierter Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Mitglied im Aufnahmeausschuss der Systemischen Gesellschaft. Und jemand, der Aufstellungen nicht nur unterrichtet, sondern macht.
Wer kommt
Systemische Beraterinnen und Therapeutinnen, Psychologische Psychotherapeutinnen, Ärztinnen, Heilpraktiker*innen für Psychotherapie und Fachkräfte aus psychosozialen Berufsfeldern. Auch wer noch mitten in der systemischen Ausbildung steckt, ist willkommen. Bei anderem Hintergrund: kurzes Vorgespräch reicht.
Leipzig ist gut erreichbar: aus Dresden, Halle, Erfurt, Jena und Magdeburg in unter zwei Stunden, aus Berlin in anderthalb. Parkplätze gibt es auch.
Was es kostet
Frühbucherpreis bis 15. Februar 2027: 1.550 Euro (regulär 1.890 Euro).
Fördermöglichkeiten wie der Weiterbildungsscheck Sachsen, die Kompassförderung oder die Bildungsprämie können greifen — mehr dazu auf der Förderungsseite.
Das ABIS ist seit 1992 am Markt, Vollmitglied der Systemischen Gesellschaft (SG), über 2.500 Absolvent*innen aus Leipzig, Sachsen und dem gesamten deutschsprachigen Raum.
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